Sonntag, 15. April 2012

VERACRUZ!

Ich weiß, dass ich schon länger meinen Blog vernachlässigt habe... Und in letzter Zeit sind viele tolle Dinge passiert und ich habe auch mittlerweile wieder tausend Fotos gemacht aber werde hier nur mal die aktuellsten hochladen.

Die letzte Woche war ich für 8 Tage mit dem Internat in Veracruz unterwegs. Veracruz ist ein Bundesstaat, der an der Ostküste Mexikos liegt. Zunächst waren wir 4 Tage in Ayahualulco, einem Dörfchen in den Bergen in dem die Menschen sehr einfach leben. Die Älteren (13 und Älter) haben in der Zeit in den Familien gewohnt, dort im Haushalt mitgeholfen und über religiöse Themen geredet. Deswegen standen diese 4 Tage auch unter dem Namen "Misiones 2012". Die Kleineren haben in der Zeit gecampt und verschiedene Aktivitäten gemacht. Ich war bis auf den letzten Tag immer mit den Kleineren unterwegs. Wir haben z.B. Fußball gespielt, sind einen Berg hochgewandert, und haben Abends ein Lagerfeuer gemacht.
Den letzten Tag in Ayahualulco bin ich mit zwei Freunden aus dem Internat die Familien besuchen gegangen, in denen die Jugendlichen zu der Zeit wohnten. Zunächst sind wir in einen Gottesdienst gegangen, der in einer kleinen Kapelle stattfand. Danach haben wir ein paar Familien besucht, die uns alle sehr freundlich begrüßt und uns ihre Gastfreundschaft gezeigt haben. Ich fand es sehr interessant die Familien zu besuchen, da diese unter sehr einfachen Umständen leben. Ein Auto hat so gut wie keiner in diesem Dorf. Jede Familie besitzt entweder ein Pferd (oder mehrere), Esel, Hühner oder andere Nutztiere. Eine Frau hat uns ihr Blumenbeet gezeigt, die Blumen verkauft sie auf dem Markt.

Die letzten 4 Tage sind wir an den Strand gefahren. Gleich nach der Ankunft ist mir erstmal schlecht geworden, da der Höhenunterschied den wir nach Ayahualulco hinter uns gelassen haben beachtlich war und die Hitze auch ungewohnt war nachdem wir die ersten Tage in den Bergen waren.
Ich habe die Tage leider oft in der viel zu heißen Küche verbracht, aber das Küchenteam war spitze und zum Ausgleich waren wir so oft es ging am Strand. Der Strand an der Ostküste Mexikos ist nicht der allerschönste aber das war nicht so schlimm. Bei der Hitze tat eine Abkühlung im Meer sehr gut und den letzten Tag hatten wir tolle hohe Wellen. Apropo letzter Tag, der ist noch erwähnenswert: Und zwar bin ich mit der anderen Deutschen und dem Rest des Küchenteams nachts nochmal an die Hafenpromenade gefahren um "nur ein Käffchen zu trinken". Das haben wir auch getan und danach gings in eine Salsabar, wo wir doch tatsächlich die ganze Nacht bis halb 6 morgens geblieben sind. War sehr lustig, haben viel getanzt (hab einfach mal so getan als hätte ich Ahnung wie man Salsa oder Cumbia tanzt haha) und uns auf dem Rückweg über den Koch des Internats lustig gemacht, der einige Bier zuviel getrunken hatte und z.T. nicht besonders intelligente Beiträge von sich gegeben hat. Im Hotel angekommen hatten wir dann genau eine Stunde um uns zu duschen, die Tasche zu packen und dann in den Bus zu steigen der uns wieder in die Hauptstadt gebracht hat. Alles etwas stressig, aber das war es wert :) War insgesamt eine tolle und abwechslungsreiche Woche.


In den Hütten haben die Erwachsenen geschlafen  
Movietime!
Keine Sorge, dieser Kampf wurde fürs Foto gestellt ;-)    
Das beliebte Spiel mit den Murmeln: Ziel ist es die Murmeln des Gegners anzustoßen.
die Dorfkirche

Jonathan, auch Milhouse genannt (von den Simpsons)
Vorbereitung fürs Lagerfeuer
La fogata!

auf dem Weg nach ganz oben...


Angekommen: Man kann sehen, dass alle etwas erschöpft sind...


mit Hector
Auch sehr beliebt bei den Kids: Alle auf einen drauf, diesmal war ich das Opfer... ;-)

Luis Iran musste erstmal seinen neuen Freund einkleiden... 


Letzter Tag, auf dem Weg die Familien besuchen
Warum auch immer da ein Fuchs vor der Hauswand hängt...
kleine Dorfkapelle







mal wieder am raufen... :)
Letzter Abend vor der Cafeebar


Montag, 13. Februar 2012

Pyramiden von Teotihuacán

Vorletztes Wochenende war ich mit meiner Gastfamilie in Teotihuacán, die Stadt ist etwa anderthalb Stunden von Mexiko City entfernt. Um etwa 300 vor Christus wurde mit dem Bau der großen Tempelstadt begonnen und vor ca. 600 Jahren wurde sie von den Azteken entdeckt, die ihr den Namen Teotihuacán gaben, was soviel bedeutet wie "Stadt der Götter". Die Religion spielte dort auch eine wichtige Rolle, so glaubten sie an viele Naturgötter. Um diese gnädig zu stimmen ließen die Herrscher von Teotihuacán große Tempelanlagen und Pyramiden bauen. Die größte Pyramide ist die Sonnenpyramide mit einer Höhe von 65 Metern. Daneben existiert noch die Mondpyramide, die etwas kleiner ist, aber deshalb nicht weniger imposant wirkt. Mit meiner Gastfamilie habe ich natürlich die Pyramiden bestiegen um den tollen Ausblick zu genießen.

Mit dem Gott "Lalo" ;-)

Durch die weiße Kleidung soll angeblich die Energie des Ortes aufgefangen werden.

Die Sonnenpyramide
von oben
von ganz oben!!
Mein Gastbruder Alex



Die Mondpyramide
von oben






Samstag, 7. Januar 2012

Weihnachten unter der Sonne Mexikos...

Über Weihnachten war ich mit ca. 30 Kindern des Internats für eine Woche in Huasca, einem wunderschönen Ort der etwa 3 Stunden von der Hauptstadt entfernt ist. Tagsüber ist es in Huasca sehr heiß, deswegen hat man nicht gerade das Gefühl das Dezember ist und Weihnachten bevorsteht. Es war schon eine interessante Erfahrung einen Tag vor Heilig Abend noch im Freibad gewesen zu sein! Wir haben auf jeden Fall eine schöne Woche zusammen verbracht mit vielen Ausflügen. Das Weihnachtsfest an sich unterscheidet sich nicht grundlegend von dem in Deutschland. Wir haben einen Gottesdienst besucht, haben lecker Essen serviert bekommen und Geschenke gabs auch für jeden im Anschluß. Etwas was wir Deutschen nicht machen, ist Pinatas zu zerstören. Das sind Figuren aus Pappmache, die Süßigkeiten beinhalten. Die Kinder schlagen mit verbundenen Augen auf die Pinata ein, bis sie zerbricht und die Überraschungen zum Vorschein kommen. Traditionell ist die Pinata eine Kugel mit sieben Zacken, die Sünden symbolisieren. Durch das Einschlagen auf die Zacken, soll das Böse vernichtet werden und das Gute (symbolisch die Süßigkeiten) im Menschen siegen.

Pinata

Unsere Unterkunft
Das allmorgendliche Aufstellen
Spaziergang bei praller Hitze


Rudern!

Im Freibad