Samstag, 3. September 2011

Erster Tag im Projekt!

Am Donnerstag bin ich erstmals ins Projekt gekommen. Ich wurde sehr nett von einer Horde kleiner Jungs empfangen, die alle das Gepaeck fuer mich tragen wollten =D
Ich werde mir fuer das Jahr mein Zimmer mit einer weiteren Freiwilligen aus Deutschland teilen, die ich schon bei den Seminaren kennengelernt habe. Ich denke wir werden gut auskommen.

Nachdem das Gepaeck verstaut war, habe ich mich bei den Kindern und Jugendlichen im Internat vorgestellt und erste kleine Gespraeche gefuehrt, wobei das mit dem Spanischen nicht so einfach ist... Aber gluecklicherweise sind hier alle sehr geduldig mit mir und erklaeren mir wenn es noetig ist auch dreimal was sie meinen. Ein Junge im Internat beruhigt mich immer und meint, ich lerne "poco a poco" und spricht immer in Zeitlupe mit mir, was ich sehr nett finde.

Was mir sofort aufgefallen ist, dass eine unglaublich grosse Disziplin im Internat herrscht. Vor jedem Essen oder vor jeder Veranstaltung stellen sich die Jungs in etwa 15 Reihen auf, aufgeteilt nach Alter und dann fragt der Direktor jede Reihe ob sie "completos" ist. Ausserdem ist jeder verplichtet das Internat zu fegen, und das jeden Tag. Wirklich dreckig ist es nicht, aber ich vermute es geht einfach ums Prinzip, das jeder bestimmte Aufgaben hat ob er mag oder nicht. Den ersten Tag habe ich mit den ganz kleinen, die um die 8 Jahre alt sind, den Hof gefegt. Ein Paar haben die Aufgabe nicht ganz ernst genommen (was ich durchaus verstehen kann, da der Hof recht sauber war) aber alle haben gefegt und die Arbeit nicht verweigert, was mich schon etwas erstaunt hat. Etwas spaeter habe ich dann den Grund ihres Verhaltens erfahren, denn zwei Jungen, die nicht fegen wollten, haben zur Strafe extra Aufgaben bekommen und wurden vor allen blossgestellt.

Was ich auch bemerkenswert finde, ist dass die Mehrheit der Jungen sehr hilfsbereit und hoeflich ist. Und das, obwohl die meisten nicht aelter als 13 Jahre alt sind. Beim Essen wollen immer alle dass ich bei ihnen sitze und holen den Teller etc. fuer mich ohne dass ich danach frage.

Am ersten Tag habe ich auch gleich Fussball gespielt (ich werde hier sehr viel Sport treiben.. xD). Die Kleinen waren noch in der Schule, nur ein paar von den Aelteren waren auf dem Gelaende. Habe versucht mit einem ein Gespraech aufzubauen was sich als sehr schwierig erwiesen hat, weil ich einfach kaum ein Wort verstanden habe. Leider kann hier so gut wie keiner Englisch, also muss es auch irgendwie so klappen.. Beim Fussball spielen hat er auch versucht mit mir zu reden, was auch sehr schwierig war, da ich die ganzen Fussballbegriffe nicht kannte. Jetzt bin ich allerdings schlauer, und verstehe Dinge wie "schiessen", "Tor", "Torwart" etc.

Eine weitere Herausfordeung neben dem Spanisch sind die vielen Namen die ich mir merken muss. Am Anfang hat ihn mir jeder gesagt aber leider hatte ich sie schon nach kurzer Zeit vergessen. Auch nach mehrmaligem Nachfragen, kann ich bis jetzt leider nur ein paar Namen. Bei ueber 150 Jungen gestaltet sich das als ausserst schwierig..

Bin zurzeit in meiner Gastfamilie, die sehr nett ist. Allerdings werde ich nur vorruebergehend hier sein. Ist alles etwas kompliziert. Werde spaeter mehr berichten. Auf jeden Fall freue ich mich schon wieder auf Montag, wenns wieder ins Projekt geht :)



2 Kommentare:

  1. Hey Senay.... freut mich das alle so nett dir gegenüber sind! Dein Spanisch wird auch schon besser... denk nur an die nützlichen Worte im Buch!;)
    Und wie läuft das jez ab mit dem Wohnen... Wann wohnst du im Projekt und wann in der Gastfamilie... Oder weißt du das auch noch nich so genau?.
    Ganz Liebe Grüße nach Mexico!
    Stäck

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  2. Ach Senay, der Anfang wäre gemacht. Ich sehe dich jetzt schon voller Vorfreude
    mit deinem Bruder Fußball spielen. :-)

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